Dysfunktionale Teams verstehen – und in kraftvolle Zusammenarbeit führen
In nahezu jedem Unternehmen gibt es sie: Teams, die auf dem Papier funktionieren – aber in der Praxis blockieren. Meetings verlaufen zäh, Konflikte schwelen unter der Oberfläche, Entscheidungen werden vertagt oder ausgesessen. Das kostet Energie, Produktivität und Motivation.
Doch das Gute ist: Dysfunktionale Teams sind kein Scheitern, sondern ein Signal. Ein Hinweis darauf, dass Werte, Kommunikation oder Rollen noch nicht in Balance sind. Hier setzt wertorientiertes, systemisches Team-Coaching an – um Spannungen zu transformieren und Zusammenarbeit wieder lebendig zu machen.
Was macht ein Team dysfunktional?
Dysfunktionale Teams entstehen selten durch „falsche Menschen“ – sondern durch unausgesprochene Dynamiken. Oft liegen die Ursachen auf systemischer Ebene:
- Unklare Rollen und Verantwortlichkeiten
- Fehlendes Vertrauen oder unausgesprochene Konflikte
- Kommunikation, die vermeidet statt verbindet
- Überforderung, Stress oder unvereinbare Werte
In der Praxis zeigt sich das durch Rückzug, Reibung oder stille Resignation. Hier hilft kein klassisches Training – sondern ein Coaching, das die wahren Ursachen sichtbar macht.
Der systemische Blick – vom Symptom zur Lösung
Im St. Galler Coaching Modell®, nach dem ich arbeite, betrachten wir Teams als lebende Systeme. Jedes Verhalten – selbst Störungen – hat eine Funktion. Ein dysfunktionales Team zeigt also nicht das Problem, sondern das Ungleichgewicht, das aufgelöst werden will.
Im Coachingprozess wird das sichtbar gemacht:
- Welche unausgesprochenen Werte stehen hinter dem Verhalten?
- Welche Blockaden bremsen Entwicklung?
- Welche Ressourcen sind im Team bereits vorhanden – aber ungenutzt?
Sobald diese Ebenen erkannt werden, entsteht Raum für Veränderung. Das Team findet zurück in Klarheit, Vertrauen und Wirksamkeit.
Vom Gegeneinander zum Miteinander
Systemisches Team-Coaching zielt darauf, das Wir-Gefühl wiederherzustellen. Das geschieht durch gezielte Reflexion, Feedbackrunden und erlebnisorientierte Prozesse.
Ein zentraler Bestandteil ist der St. Galler Team-Entwicklungs-Prozess (STEP) – ein methodisch fundiertes Modell, das fünf Phasen durchläuft:
- Auftrags- und Zielklärung
- Analyse des Ist-Zustands
- Prozessdesign mit gezielten Übungen und Aufstellungen
- Umsetzung & Feedbackschleifen
- Commitments und Transfer in den Alltag
Das Ziel: Ein Team, das seine Stärken kennt, mit Differenzen konstruktiv umgeht und Verantwortung übernimmt – nicht trotz, sondern wegen der Unterschiede.
Die Rolle der Führungskraft
In dysfunktionalen Teams spiegelt sich oft die Haltung der Führung wider. Führungskräfte, die bereit sind, sich selbst zu reflektieren, ebnen den Weg für Entwicklung. Es geht weniger um Kontrolle – sondern um Bewusstsein, Klarheit und Präsenz. „Führung bedeutet, den Raum zu halten, in dem sich andere entfalten können.“ Im Coaching arbeite ich daher immer mit dem gesamten System – Führung, Team und Organisation. Nur so kann echte Transformation entstehen.
Fazit: Aus Unstimmigkeit entsteht Stärke
Dysfunktionale Teams sind kein Risiko, sondern eine Einladung zur Weiterentwicklung. Wenn Spannungen sichtbar und bewusst bearbeitet werden, entsteht Vertrauen, Authentizität und Leistungsfähigkeit. Denn Zusammenarbeit ist kein Zustand – sie ist ein lebendiger Prozess.
„Teams wachsen nicht an Harmonie – sie wachsen an Klarheit.“
– Annette Büdel
Foto: freepik.com
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