Führung 2026: Warum gute Vorsätze ohne Klarheit scheitern
Ein Impuls für Geschäftsführer:innen, Führungskräfte und HR-Verantwortliche
Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit neuer Vorsätze.
Auch in der Führung.
Mehr Fokus.
Bessere Kommunikation.
Mehr Zeit für Mitarbeitende.
Weniger Reibung im Team.
Und doch zeigt die Praxis jedes Jahr das gleiche Bild:
Die Vorsätze sind da – die Wirkung bleibt aus.
Nicht, weil Führungskräfte es nicht ernst meinen.
Sondern weil der entscheidende Schritt davor fehlt.
Führung scheitert selten am Willen – sondern an Unklarheit
In meiner Arbeit mit Führungskräften und Teams begegnet mir ein Muster immer wieder:
Die Ziele sind formuliert.
Die Erwartungen sind hoch.
Die Methoden sind bekannt.
Was fehlt, ist innere und systemische Klarheit.
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Über die eigene Rolle
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Über die eigene Wirkung
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Über die Erwartungen an sich selbst und andere
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Über das, was im System wirklich trägt – und was Energie kostet
Ohne diese Klarheit werden Vorsätze zu zusätzlichen Aufgaben.
Mit Klarheit werden sie zu tragfähigen Entscheidungen.
Drei typische Denkfehler zum Jahresstart
1. Mehr Ziele statt bessere Entscheidungen
Viele Führungskräfte starten das Jahr mit einer langen Liste an Vorhaben.
Was fehlt, ist die Priorisierung entlang der eigenen Rolle und Verantwortung.
Führung bedeutet nicht, mehr zu tun.
Sondern das Richtige bewusst zu entscheiden.
2. Mehr Tempo statt Orientierung
Gerade in dynamischen Märkten wird Geschwindigkeit zum Maßstab.
Doch Tempo ohne Orientierung verstärkt bestehende Muster – auch die dysfunktionalen.
Klarheit wirkt oft langsamer.
Ist aber langfristig deutlich wirksamer.
3. Mehr Methoden statt Haltung
Neue Tools, neue Frameworks, neue Modelle.
Was oft übersehen wird: Methoden wirken nur so gut wie die innere Haltung, aus der heraus geführt wird.
Führung ist kein Methodenkoffer.
Führung ist eine innere Architektur.
Warum Persönlichkeit der entscheidende Hebel ist
Führung findet nicht im Organigramm statt.
Sondern im Zusammenspiel von Persönlichkeit, Rolle und System.
Wer führen will, braucht Antworten auf Fragen wie:
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Wie entscheide ich unter Druck?
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Wie wirke ich auf unterschiedliche Persönlichkeiten?
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Wo liegen meine natürlichen Stärken – und meine blinden Flecken?
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Was brauche ich, um dauerhaft leistungsfähig zu bleiben?
Moderne Diagnostik und systemisches Coaching machen diese Zusammenhänge sichtbar.
Nicht bewertend.
Sondern klärend.
Klarheit über die eigene Persönlichkeit schafft:
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souveränere Entscheidungen
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bessere Team-Passung
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weniger Reibung
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mehr Wirksamkeit bei gleichzeitiger mentaler Stabilität
Wo nachhaltige Führung wirklich entsteht
Nachhaltige Führung entsteht dort, wo:
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Persönlichkeit verstanden wird
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Rollen sauber geklärt sind
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Teams systemisch betrachtet werden
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mentale Gesundheit kein „Add-on“, sondern Führungsaufgabe ist
Nicht als kurzfristige Intervention.
Sondern als bewusster Entwicklungsprozess.
Ein ruhiger Blick nach vorn
2026 wird kein Jahr, in dem Führung durch noch mehr Methoden entschieden wird.
Sondern durch Klarheit.
Haltung.
Und die Fähigkeit, Menschen in komplexen Systemen wirksam zu führen.
Die zentrale Frage zum Jahresstart lautet daher nicht:
Was nehme ich mir vor?
Sondern:
Worauf stütze ich meine Entscheidungen wirklich?
Gerne unterstütze ich Sie dabei, diese Klarheit zu entwickeln –
fundiert, reflektiert und mit Blick auf Persönlichkeit, Rolle und System.